Die imperiale Neuordnung des Nahen Ostens

Eine Veranstaltung der Antideutschen Aktion Berlin [ADAB]
am Montag den 27. November 2017 um 19:00 Uhr
in der Schankwirtschaft Laidak, Boddinstr. 42/43, Berlin

Mit der sich abzeichnenden militärischen Niederlage des Islamische Staates (IS) wird der immer weiter fortschreitende Vormarsch des Irans und seiner Verbündeten im Nahen Osten sogar in der deutschen Öffentlichkeit häufiger als je zuvor thematisiert. Doch das Kind ist längst in den Brunnen gefallen. Ob in Bagdad, Beirut, Sanaa, Manama oder Damaskus überall in diesen arabischen Hauptstädten ist die Islamische Republik mit ihren Milizen präsent.

Schon im Jahre 2004 warnte Jordaniens König Abdullah II. vor einem „schiitischen Halbmond“, der sich nach dem Sturz des sunnitischen Saddam-Hussein-Regimes von Iran aus über den Irak, Syrien bis zum Libanon erstrecken werde. „Dieser Halbmond wäre sehr destabilisierend für die Golfstaaten und die ganze Region“, erklärte der jordanische König damals. Mit dem Sieg über die jihadistische Terrormiliz ist der Iran seinem Ziel so nah wie nie zuvor. So prahlte erst unlängst ein General der Iranischen Revolutionsgarden in aller Öffentlichkeit mit der „Ausweitung der Grenzen der Islamischen Republik vom Roten Meer bis hin zum Mittelmeer“ und schwor gleichzeitig, dass sie, die „Verteidiger der heiligen Schreine“, alle Gegner Teherans egal wo auf der Welt zerstören werden.

Die derzeit laufende Aufteilung Syriens und des Iraks in türkische, russische und iranische Interessensphären zerstört aber nicht nur die Hoffnungen von Millionen von Menschen auf Demokratisierung und stellt für die sunnitisch-arabischen Staaten eine große Gefahr dar. Der Hauptfeind der Islamischen Republik in der Region ist und bleibt Israel. So versprach Generalmajor Mohammad Bagheri, seines Zeichen der iranische Militärchef, seinen syrischen Verbündeten sich weiterhin gegen Israel zu stellen und erklärte: „Wir sind in Damaskus um die Zusammenarbeit in unserem Kampf gegen unsere gemeinsamen Feinde, die Zionisten und Terroristen, zu koordinieren“.

Über den Vormarsch des Irans und seine konkreten Auswirkungen im gesamten Nahen Osten referiert der Publizist Thomas von der Osten-Sacken (Wadi e.V.). Ein Vertreter der Antideutschen Aktion Berlin wird über die Umzingelung Israels durch den Iran sprechen.