Syrien, Irak, Jemen, Libyen – zerfallende Staaten, Restauration oder Neuordnung?

Eine Veranstaltung der Antideutschen Aktion Berlin [ADAB]
am Freitag den 27. Mai 2016 um 19:00 Uhr
in der Schankwirtschaft Laidak, Boddinstr. 42/43, Berlin

Fast 100 Jahre nach dem Sykes-Picot Abkommen wurden im Nahen Osten wieder Linien gezogen. Die Obama Administration warnte das Assad-Regime vor dem Einsatz von Chemiewaffen. Die »roten Linien« wurden aber zigfach überschritten, die betroffene Bevölkerung erleidet unfassbare Qualen. Aber wirklich stören, tut es letztlich niemanden. Die Barbaren des IS verwandeln die Levante in eine islamistische Hölle. Die Gegnerschaft gegenüber dem IS aber, ist kein Ausweis einer humanistischen oder progressiven Gesinnung. Im Gegenteil: Die Allianz aus Russland, Assad-Regime, Hisbollah und Iran ist sowohl für die Syrer, wie für die umliegenden Staaten insbesondere Israel nichts anderes als die Wahl zwischen Pest und Cholera.

(Nicht nur) Deutschland steht dabei – wie so oft – fest an der Seite der Autokraten. Sei es der Deal gegen die Flüchtlinge mit Erdogan oder die wieder aufblühenden Beziehungen zum Mullah-Regime in Teheran. Die Linke wiederum projiziert ihre Vorstellungen eines »kämpfenden Volkes« auf die Kurden und halluziniert eine Einheit, die es in der Praxis nicht gibt. Was am Ende für die syrischen Kurden dabei rauskommt, ist ungewiss.

Um in dieses komplizierte Geschehen zumindest etwas Ordnung zu bringen und den Blick auf die tatsächlichen Verhältnisse zu lenken, spricht Thomas von der Osten-Sacken (Wadi e.V.) mit uns. Sicher jemand, auf den der in Deutschland sonst eher als Schimpfwort gebrauchte Titel des »Nahost-Experten« am ehesten zutrifft.

Medienpartner: Logoklein